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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 22. Sonntag im Jahreskreis A

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,

der Prophet Jeremia gehört zu den spannendsten Gestalten des Alten Testamentes. Er zeigt uns die Schönheit und gleichzeitig die Schwierigkeit des Glaubens. In seinem menschlichen Ringen sehen wir die Begeisterung für seine Berufung und zugleich die Mühe, die diese mit sich bringt. So auch in dem Abschnitt, den wir eben in der Ersten Lesung gehört haben: Jeremia spricht von der tiefen Freude und Erfüllung, die ihm seine Berufung schenkt. Im Bild einer Liebesbeziehung sagt er: „Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören“. Aber Jeremia stößt mit seiner Begeisterung für Gott auf Unverständnis, ja sogar auf Ablehnung bei seinen Nachbarn und Mitmenschen. Vielleicht ist uns das nicht ganz fremd. Menschen, die wir kennen und schätzen, verstehen nicht immer, warum wir glauben, warum wir in die Kirche gehen… Das, was mich im Innersten für Gott begeistert, kann ich oft nicht oder nur schwer anderen erklären.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 21. Sonntag im Jahreskreis A

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

in der großen Form des Glaubensbekenntnisses, das Christen seit rund 1600 Jahren sprechen, ist der Glaube an den dreifaltigen Gott zusammengefasst: Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Im dritten Teil des Credo, in dem es um den Heiligen Geist geht, wird auch die Kirche erwähnt. Sie ist eine sichtbare Wirkung des Heiligen Geistes. Das klingt möglicherweise für Kritiker wie eine Selbstüberhöhung der Kirche. Doch werden hier auch vier Kriterien benannt, die die Kirche kennzeichnen, ja kennzeichnen müssen, damit sie Kirche Christi und damit Werk des Heiligen Geistes ist. Diese vier Kriterien sind: einig, heilig, katholisch und apostolisch. Ich möchte das vierte Kriterium „apostolisch“ herausgreifen und es anhand des eben gehörten Evangeliums erläutern.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zum Fest Mariae Himmelfahrt

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

ein kurzes Beispiel: Eine meiner Nichten ist dreieinhalb Jahre alt. In der Zeit der strengen Corona-Einschränkungen hatte sie von ihrer Mutter beigebracht bekommen, dass sie ihre Oma nicht umarmen darf. So gutgemeint dieses Abstandhalten war, so belastend war es für das Kind. Man konnte dem Kind richtig anmerken, dass etwas fehlt – ein Mangel, der nicht durch Telefon oder Internet zu ersetzen war oder ist.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 19. Sonntag im Jahreskreis A

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

die Heilige Schrift und die Geschichte der Kirche bergen wertvolle Zeugnisse von großen Gottsuchern: Menschen, die hellhörig waren für die Spuren des Schöpfers; Menschen, die Gottes Gegenwart nicht als bloßes Wort, sondern als Wirklichkeit erfahren haben, auf die sie ihr ganzes Leben gebaut haben.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 18. Sonntag im Jahreskreis A

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

Glaubenserfahrungen für andere verstehbar zu machen, ist nicht immer leicht. Es geht ja um etwas sehr Persönliches. Wenn ich Gottes Nähe erfahren habe, wenn ich seinen Trost in der Trauer, seine Kraft, um etwas Widriges durchzustehen, geschenkt bekommen habe, ist das für mich etwas Wirkliches und Wirksames, dennoch ist es schwierig, Worte dafür zu finden.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 17. Sonntag im Jahreskreis A

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

nichts ist einfach da in unserer Welt. Wenn wir mit einem Physiker sprechen, kann dieser uns über Impulse aufklären, die es braucht, damit überhaupt etwas in Bewegung kommt, damit überhaupt etwas existiert: das Weltall, unsere Welt, mein Leben. Nichts davon ist selbstverständlich. Es ist staunenswert, es ist eine Gabe.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 15. Sonntag im Jahreskreis A

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,

ganz typisch für die Verkündigung Jesu sind seine Gleichnisse. Jesus versteht es, seine Botschaft in einfachen, verständlichen Worten auszudrücken, sie mit Bildern aus dem Alltag zu erläutern. So ist es auch mit dem eben gehörten Gleichnis vom Sämann. Die Zuhörer Jesu hatten bei diesen Worten sogleich ein Bild vor Augen, wie beispielsweise Getreidesamen auf dem Feld ausgebracht werden. Damals geschah das natürlich noch von Hand, doch auch in unserer technisierten Welt können wir uns das ungefähr vorstellen.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zu Kiliani

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

seit alters her kündet die rote Farbe des Messgewandes vom Blutzeugnis eines Heiligen. So ist es auch bei unseren Frankenaposteln Kilian, Kolonat und Totnan, die wir am 8. Juli und bereits an diesem Sonntag feiern. Sie sind Märtyrer, Blutzeugen, also Menschen, die mit ihrem Leben eingestanden sind für die Botschaft des Glaubens. Sie haben vor 1300 Jahren nicht nur mit Worten Christus in unserer Heimat gepredigt, sondern tatsächlich mit ihrem ganzen Leben.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 13. Sonntag im Jahreskreis A

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

was hat die Kirche mit meinem Glauben zu tun? Für manche Menschen ist die Vorstellung, Glaube könne es auch ohne die Kirche geben, einleuchtend. Und in dieser allgemeinen Form wird man hier auch schwer widersprechen können. Wie so oft müssen wir genauer hinschauen, nämlich von welchem Glauben genauerhin die Rede ist.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 12. Sonntag im Jahreskreis A

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

„Fürchtet euch nicht!“ Mehrfach findet sich dieses Wort Jesu im Evangelium. So auch heute. Immer neu brauchen die Jünger, brauchen die Zuhörer Jesu, brauchen wir diese Ermutigung: Fürchtet euch nicht! Der Glaube an Jesus soll uns von der „Angst der Heiden“ frei machen. Denn es ist das Herzensanliegen Jesu, Vertrauen zu stiften – Vertrauen in den himmlischen Vater, bei dem „sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt sind“, der sich um uns sorgt, aus dessen Sorge keiner fällt, der auf ihn vertraut. Oder wie es Jesus sagt: Wer sich zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen.

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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 11. Sonntag im Jahreskreis A

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,

der christliche Glaube ist von seinem Wesen her missionarisch. Er lebt von der Mit-teilung. Denn zum einem kommt er aus der Mitteilung Gottes, anders gesagt aus seiner Offenbarung, dass Gott sein Wort in diese Welt gesprochen hat, dass er in seinem Sohn Jesus das Leben mit uns geteilt hat. Und zum anderen wissen wir überhaupt nur etwas vom Glauben, weil andere ihren Glauben mit uns geteilt haben – seien es Eltern und Großeltern, Paten oder Menschen, die uns glaubwürdige Zeugen waren.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Fronleichnamsfest

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn,

Mane nobiscum Domine unter diesem Leitwort aus dem Lukasevangelium stand eines der letzten Dokumente des heiligen Papstes Johannes Pauls II. Darin legte er eine Betrachtung zum Geschenk der heiligen Eucharistie vor, das sich in der Bitte der Emmausjünger ausdrückt: „Herr, bleibe bei uns!“ Nach wochenlangen Beschränkungen von Gottesdiensten ist es uns eine ebenso dringliche Bitte geworden, dass der Herr uns leibhaft und wahrhaft nahe bleibt im Sakrament seines Leibes und Blutes.

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