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29. Sonntag im Jahreskreis A

Zum Sonntag.  Die biblischen Lesungen sprechen von einem „Sowohl als auch“. Die Weisungen Gottes sind zu achten, doch das entbindet den Menschen nicht von seiner Eigenverantwortung. Die Heilige Schrift ist keine Betriebsanleitung für ein Uhrwerk. Sie setzt einen Rahmen, sie zeigt eine Perspektive auf. Für unser tägliches Entscheiden hat uns Gott das Gewissen geschenkt. Es bleibt ein Ringen, wo braucht es Tatkraft und entschlossenes Handeln, wo braucht es Demut und Gehorsam. Wie es in einem Gebet heißt: Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.  Gott segne Sie, Ihr Pfr. Daigeler.

 

Liebe Besucher unserer Homepage,

„die Kirche lebt von der Eucharistie“. An diese Glaubensgewissheit erinnerte der heilige Papst Johannes Paul II., der vor genau 100 Jahren geboren wurde, die Kirche in seinem letzten Lehrschreiben kurz vor seinem Tod 2005. Gerade durch die Beschränkungen in der Pandemie ist uns deutlicher geworden, was uns an Leib und Seele fehlt, wenn menschliche Kontakte fehlen, wenn Begegnung und gemeinsame Feier fehlen und eben auch die Sakramente der Kirche. Das kann nicht durch Internet oder Fernsehen ersetzt werden.

Der katholische Glaube versteht sich wesentlich und unverzichtbar sakramental. Das heißt, wir erinnern uns nicht bloß an Jesus, wir erzählen nicht nur von ihm, sondern wir begegnen ihm leibhaft und wahrhaft in den Sakramenten. Um diese Gewissheit zu bekräftigen, haben die Sakramente eine leibliche Dimension, wie sie ihnen vom Herrn gegeben wurde: Wasser (Taufe), Öl (Firmung), Brot und Wein (Eucharistie). Diese heilende und heiligende Begegnung mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn soll durch andere Formen ergänzt und gestützt werden, sie ist aber nicht ersetzbar. Freilich kann ich konkret am Empfang gehindert sein: durch Krankheit, durch die Verpflichtung zur Arbeit, durch Schuld oder Streit… Aber es bleibt eben eine schmerzliche Lücke.

Damit wir „Leib Christi“, also Kirche, also Gegenwart Christi für die Welt sein können, müssen wir den Leib Christi in der heiligen Kommunion empfangen. Umso mehr lade ich Sie ein, besonders alle, die sich bislang noch nicht wieder getraut haben, die heilige Messe mit uns zu feiern. Die Kirche, ja wir leben aus der Begegnung mit dem Herrn, der unsere Kraft und unsere Zuversicht ist.

Pfarrer daigeler

Gott segne Sie,

Ihr Pfarrer Dr. Eugen Daigeler

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