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Mariae Himmelfahrt

Mariae Himmelfahrt zeigt uns sehr schön das Zusammenspiel der verschiedenen Quellen unseres Glaubens. Seit vielen Jahrhunderten verehrt man in Jerusalem das leere Grab Mariens. Doch wichtiger als Steine ist der Glaube, den wir heute feiern. Jesus sagt: „Wer mir glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Wie hätte er sein Versprechen nicht wahr machen sollen an dem Menschen, den er auf Erden am meisten geliebt hat, an seiner Mutter Maria? Darum haben Christen stets zu Maria gebetet und Erhörung erfahren. Der Papst hat schließlich bestätigt: Das ist wahr. Mit Maria dürfen auch wir glauben – an Jesus, ihren Sohn, und an das ewige Leben. Gott segne Sie, Ihr Pfr. Daigeler.

Marienandacht in der Kerlachkapelle um 15 Uhr, anschl. Kaffee u. Kuchen

 

Liebe Besucher unserer Homepage,

zahlreiche und teils heftige Diskussionen gibt es in unserer Kirche um den Kurs. Vor oder zurück, lockerer oder strenger… Vermutlich stehen für die meisten Gläubigen die Debatten des „Synodalen Weg“ hinter den täglichen Sorgen in Familie und Beruf berechtigterweise hintenan. Doch auch Papst Franziskus hat die ganze Kirche auf einen synodalen Weg eingeladen. Deutlich hat er dazu gesagt, dass es sich dabei keineswegs um eine Art Kirchenparlament handelt, in dem mit Mehrheiten über den Glauben und die Gebote Gottes abgestimmt wird. Wir können weder den Glauben noch die Kirche neu erfinden. Sie sind uns vom Herrn gegeben.

Es geht dem Heiligen Vater um einen Weg der Unterscheidung der Geister. Das ist kein einfacher Weg. Doch das Pfingstfest, das Fest des Heiligen Geistes, ist ein Anlass, eben darum zu beten, dass wir erkennen, wohin der Geist Jesu uns heute führen will. Nur wenn ER uns führt, sind wir auf dem richtigen Weg. Der Dichter Reinhold Schneider schrieb: „Allein den Betern kann es noch gelingen, / das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten… Denn Täter werden nie den Himmel zwingen: / Was sie vereinen, wird sich wieder spalten, / Was sie erneuern, über Nacht veralten…“

Wir haben in unserer Mitte einen großen Zeugen für das Wirken des Heiligen Geistes, den seligen Liborius Wagner (1593-1631). Schon als junger Mann schrieb er ein Lied auf das Wirken des Gottesgeistes, darin heißt es: „Wohin er uns immer auch ruft. Wir werden ihm folgen.“ Sein ganzes Leben war ein Ringen darum, nicht eigenen Ideen und Plänen, sondern dem Heiligen Geist zu folgen. Er führte Liborius in die Mitte der Kirche, er führte ihn zum Priesterberuf. Er führte ihn aber auch in die mühsame, tägliche Arbeit des Seelsorgers einer kleinen Herde inmitten von Widerspruch und Spott. Der Geist gab ihm die Kraft, versöhnend und treu seinen Dienst zu tun und das Evangelium zu verkünden. Bis in die Stunde des Martyriums folgte Liborius dem Geist Gottes. Und so hat er das Leben gefunden. Folgen wir seinem Beispiel. Folgen wir dem Heiligen Geist, wohin ER uns ruft.

Pfarrer daigeler

Gott segne Sie,

Ihr Pfarrer Dr. Eugen Daigeler

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