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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 19. Sonntag im Jahreskreis C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn euer Vater hat beschlossen, euch das Reich zu geben.“ Ist das ein Trostwort oder eine Situationsbeschreibung? Wenn wir uns in der Kirche unserer Tage umschauen, dann haben wir vielleicht manchmal den Eindruck, dass wir eine „kleine Herde“ geworden sind. Umso mehr fällt uns das auf, wenn wir uns in den großen Kirchengebäuden versammeln, die unsere Vorfahren errichtet haben.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 18. Sonntag im Jahreskreis C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, eine Erbauseinandersetzung führt einen Mann zu Jesus. Keine ungewöhnliche Situation, dass es zwischen Geschwistern auch um das Erbe Streit geben kann. Hier um Vermittlung zu bitten, ist nichts Ungebührliches oder Falsches.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 17. Sonntag im Jahreskreis C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, in den römischen Katakomben finden sich Freskomalereien, die Christen betend darstellen. Sie zeigen sie in der sogenannten Orantenhaltung. „Orante“ kommt vom lateinischen Wort „orare“, das eben „beten“ bedeutet. Wie sieht diese Haltung aus? Der Beter erhebt die ausgestreckten, leeren Hände zum Himmel. Heute kennen wir diese Haltung vornehmlich beim Priester, wenn er im Namen der kirchlichen Gemeinschaft eines der Messgebete spricht.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 16. Sonntag im Jahreskreis C 

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, wie schön ist es, wenn mich ein lieber Mensch aus meiner Familie oder ein guter Freund besucht. Diese Erfahrung kennen wir hoffentlich alle. Gerade nach den Einschränkungen der vergangenen zwei Jahre suchen viele Menschen umso mehr die Gemeinschaft mit anderen. Davon leben wir nicht weniger als vom Brot. Für Maria, von der wir im Evangelium hören, ist der Besuch ihres Freundes Jesus offensichtlich so faszinierend, dass sie darüber ihre anderen Aufgaben vergisst. Es tut gut, wenn mir jemand zuhört, wenn ich dem anderen zuhöre.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 15. Sonntag im Jahreskreis C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, Regeln und Gebote haben nicht für jeden einen guten Klang. Manchem erscheinen sie als Einschränkung seiner freien Entfaltung oder seiner Individualität. Bei nüchterner Betrachtung verstehen zwar die meisten Menschen, dass es für das Zusammenleben Regeln braucht, aber dort, wo mich selbst eine bestimmte Regelung stört, beschwere ich mich oder klage ich…

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Kiliani 2022 

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, am 8. Juli und am Sonntag zuvor feiert unser Bistum Würzburg seine Schutzpatrone, die heiligen Kilian, Kolonat und Totnan. Vor rund 1350 Jahren sind sie aus Irland nach Franken gekommen. Sie kannten und lebten den Glauben an Christus bereits. Bei uns war das Evangelium unbekannt. Darum wollten Kilian und seine Gefährten, mit uns und unseren Vorfahren die Freude des Evangeliums teilen. Ihr Mut, dafür ihr ganzes Leben einzusetzen, steht am Beginn der Glaubensgeschichte in unserer Heimat. Aber es reicht nicht, zurückzuschauen auf Vergangenes. Das Zeugnis der Frankenapostel ist – vielleicht nicht in der Form, aber in der Substanz – weiterhin bindend.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 13. Sonntag im Jahreskreis C

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Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, jeder Mensch sucht Übereinstimmung mit dem, was er kennt und für richtig hält. Und genau das stellt den Glauben und die Kirche vor eine große Herausforderung. Vor zwei Generationen und mehr war klar: Ich finde größere Übereinstimmung, wenn ich am kirchlichen Leben teilnehme, als wenn ich das nicht tue. Einfach weil die Mehrheit der Menschen im Ort das so getan hat. Heute ist es genau umgekehrt.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 12. Sonntag im Jahreskreis C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, vom spätmittelalterlichen Mediziner Paracelsus stammt das Wort: „Allein die Dosis macht, dass kein Ding Gift ist.“ Die Dosierung ist aber nicht nur in der Pharmazie oder ähnlichen Wissenschaften von Bedeutung, sie ist es auch in unserem Umgang miteinander und ebenso in der Vermittlung von Kenntnissen und Inhalten. Maßstab ist hier nicht zuerst das Wissen oder der Impetus des Vermittlers, sondern mehr das Fassungsvermögen des Empfängers. Bemerkenswert ist, dass auch Jesus im eben gehörten Evangelium eine solche Unterscheidung vornimmt. In unterschiedlicher Deutlichkeit spricht er zum engsten Kreis der Jünger und „zu allen“.

Predigt von Pfarrer Daigeler zu Fronleichnam C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, bei Vielen ist das Bewusstsein für den Wert von Nahrung und anderen Gaben der Schöpfung gewachsen. Das wird unterschiedliche oder auch mehrere Gründe haben. Mancher hat in den Beschränkungen der Pandemie die Liebe zur Gartenarbeit neu entdeckt, andere sehen die Begrenztheit der Schöpfung und sorgen sich um ihre Bewahrung, wieder andere spüren deutlich die Teuerung der Güter und müssen schauen, wie sie zurecht kommen.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Dreifaltigkeitssonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, wir feiern das Fest der heiligsten Dreifaltigkeit. Ein zentraler theologischer Begriff, der den Kern unseres christlichen Glaubens zusammenfasst: Wir glauben an den dreieinen Gott. Nicht drei, sondern einer. Ein Gott, der die Liebe ist. Der Vater ist die Liebe, aus der alles hervorgeht, der Schöpfer. Der Sohn ist die Liebe, die sich uns zuwendet, uns aufrichtet und uns rettet, der Erlöser. Der Heilige Geist ist die Liebe, die alles lenkt und zum Guten leitet, der Tröster und Ratgeber.

Predigt von Pfarrer Daigeler zu Pfingsten

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, zu den populären Schlagworten unserer Gesellschaft gehört „diversity“. Das kann man mit „Vielfalt“ wiedergeben. Freilich ist der Begriff auch ein Programm, nicht selten sogar ein Kampfbegriff für bestimmte Vorstellungen von Mensch und Gesellschaft. Unbestreitbar ist, dass durch die gewachsene Mobilität des Einzelnen, sei es beruflich oder in der Freizeit, und ebenso durch die Zuwanderung in unser Land die Verschiedenheit von Lebensformen im Vergleich mit früheren Generationen gewachsen ist. Öffentlich wird das als positive Entwicklung angesehen. Wer das anfragt oder hinterfragt, gilt als reaktionär, rückständig oder gar als gefährlich.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 7. Ostersonntag C

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Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, das heutige Evangelium nimmt uns hinein in das innerste Beten Jesu. Andere Abschnitte der Evangelien, die vom Handeln und Leben Jesu erzählen, sind für uns oft besser zu greifen und zu verstehen. Der Evangelist Johannes nimmt uns in der ihm eigenen Sprache in eine Meditation. Diese Meditation ist am Abend vor dem Sterben Jesu angesiedelt, also kurz bevor Jesus seinen Weg bis zur Vollendung geht. Vor der Vollendung seines Werkes auf Erden bekräftigt Jesus im Gebet nochmal seine innige und untrennbare Einheit mit dem Vater. Auch in der Betriebsamkeit, auch wenn sich viele an ihn wenden, immer wieder zieht sich Jesus zurück zum Gebet. Er lebt aus der Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater, ohne diese Lebensgemeinschaft kann er nicht wirken und nicht sein. Und diese Einheit geht selbst bis in die Stunde des Todes, wo es für einen Augenblick so erscheint, als habe ihn der Vater verlassen.

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