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pdfGottesdienstordnung 25. Juli bis 09. August 2020

 

Liebe Besucher unserer Homepage,

die Corona-bedingten Reisebeschränkungen bringen für manchen mit sich: „Lerne deine Heimat kennen“. Bereits in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen hat manch einer bei einem Spaziergang neue Seiten unserer Ortschaften und sonst übersehene Schönheiten in Gottes Schöpfung entdeckt.

An verschiedenen Stellen finden sich in unserer Flur Kreuze. Sie sind Zeichen einer christlichen Prägung unserer Heimat. Sie sind zumeist aus Dankbarkeit oder als Gebet von gläubigen Menschen und ihren Familien aufgestellt worden.

War früheren Generationen dieser Teil der christlichen Spiritualität stets vor Augen, ist er doch in den letzten Jahren eher in den Hintergrund geraten. Von „Kreuz und Leid“, die es geduldig zu tragen gilt, vom „Jammertal“, das unserer Leben eben auch manchmal ist, vom „Opfer Christi“ und von den „kleinen Opfern“, die wir im Alltag aus Liebe auf uns nehmen… Davon ist kaum noch die Rede.

Vielleicht haben uns die Zumutungen der Corona-Zeit bei uns und in anderen Ländern die Wahrheit dieser christlichen Botschaft – unabhängig von zeitbedingten Ausdrucksweisen – in Erinnerung gerufen. Mir ist noch vor Augen, wie am Karfreitag, als keine gemeinsame Kreuzwegprozession möglich war, einzelne Gläubige oder Familien mit einem Gesangbuch in der Hand unserer Kreuzwegstationen zur Kerlachkapelle betend entlang gegangen sind. Das hat mich sehr beeindruckt. Unser Glaube kennt jede Stunde, die frohe und die traurige, die beschwingte und die schwere. Und im Schatz unserer katholischen Frömmigkeit finden sich Formen und Gebete für eben jede Lebenssituation. Entdecken wir sie neu, etwa das Kreuzweggebet. Halten wir die Zeichen unserer Frömmigkeit in Ehren, das Kruzifix in unseren Wohnungen, die Kreuze und Bildstöcke in der Flur. Sie helfen uns, die Ereignisse unseres Leben aus dem Glauben zu deuten und Zuversicht zu schöpfen aus der Zusage, die sie enthalten: In allem ist Gott uns nahe gekommen in seinem Sohn Jesus, in der frohen Gemeinschaft der Jünger, in der Angst am Ölberg, in der täglichen Arbeit in der Heiligen Familie von Nazareth, in Leiden und Sterben am Kreuz, aber auch in der Freude der Auferstehung.

Viele dieser Stationen im Leben Jesu begleitete Maria, seine und unsere Mutter. Das Fest ihrer Aufnahme in den Himmel am 15. August ist ein schönes Hoffnungszeichen auch für uns: Das Leben ist stärker, die Hoffnung ist stärker, Gott ist stärker!

Bitten wir sie: „O Jungfrau Maria, wende deine barmherzigen Augen uns zu und tröste alle, die trauern und weinen. Stütze alle, die sich ängstigen. Schenke Zukunft und Zuversicht denen, die wegen der Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit in Sorge sind. O Maria, du Trösterin der Betrübten, nimm deine geplagten Kinder in den Arm. Mutter Gottes und unsere Mutter, erflehe für uns bei Gott, dem barmherzigen Vater, dass diese harte Prüfung ein Ende habe und am Horizont wieder Hoffnung und Friede erscheine. Amen.“

Pfarrer daigeler

Gott segne Sie,

Ihr Pfarrer Dr. Eugen Daigeler

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