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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 27. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, dass es herausfordernd ist, wenn zwei Menschen ein Leben lang zusammenhalten wollen, liegt auf der Hand. Ein Blick genügt. Und die Fragen im heutigen Evangelium belegen, dass das nicht neu und früher auch nicht besser war. Dass es aber möglich ist, eine Ehe ein Leben lang zu leben, bezeugen die Ehepaare unter uns, die teilweise bereits 50 oder 60 Jahre zusammengehalten haben in guten und in schweren Tagen.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 26. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „follow the science“, lautet ein Schlachtruf in der sogenannten Klima-Krise. Auch in anderen Krisen wird dieser Ruf laut: Man solle doch „einfach“ der Wissenschaft folgen… Nur wird dabei oft übersehen, dass „die“ Wissenschaft kein monolithischer Block ist. Es gibt ja verschiedene Wissenschaftsfelder und zudem unterschiedliche Methoden innerhalb der einzelnen Bereiche. Das ist keine Kritik. Im Gegenteil, der menschliche Geist und wissenschaftliches Forschen haben uns große Errungenschaften gebracht. Aber jede Forschung bietet jeweils nur einen „Baustein“ eines ungleich größeren Ganzen an. Jeder redliche Wissenschaftler wird das auch zugeben. Es gibt nicht so etwas wie eine „Weltformel“, mit der ein Problem gänzlich oder gar alle Probleme gelöst werden können. Es gibt stets Aspekte einer Herausforderung, die übersehen oder zu wenig gewichtet werden. Das ist menschlich. Darum wäre die Anerkennung unserer Grenzen, auch der Grenzen unseres Könnens und Verstehens ein guter Einstieg für gelingenden Dialog, für das gemeinsame Suchen nach Lösungen, für die Überwindung von Spaltungen…

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 25. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „durch Erniedrigung und Folter wollen wir ihn prüfen … und seine Widerstandskraft auf die Probe stellen“. Diese harte Drohung hörten wir in der Ersten Lesung. Das Weisheitsbuch schildert, wie Menschen jemanden zum Schweigen bringen wollen, der unbequem ist, der Handlungsweisen hinterfragt, der an Gott erinnert. Menschen herabzusetzen oder gar zu bedrohen, ist leider keine Sache der damaligen Zeit. Es ist erschreckend aktuell.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 24. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, zu den Erscheinungen unserer Zeit gehört es, dass Vieles an Wohlstand, Freiheit und Rechten als selbstverständlich genommen wird. So als wären sie immer und einfach da. Dass Freiheit nur da ist, wo Menschen verantwortlich damit umgehen. Dass Rechte nur da sind, wo sie verteidigt und für die Schwachen geschützt werden… All das scheint denen, die in Frieden und Wohlstand hineingeboren wurden, als einfach gegeben. Ähnliches kann man auch in Glaubensdingen beobachten. „An irgendwas glaubt doch jeder… Das muss jeder selbst entscheiden… Das ist doch Privatsache…“ Das sind gängige Schlagworte. Dass aber der Glaube nur dort ist, wo er verkündet wird, wo Menschen sich, ihre Kraft und Zeit dafür einsetzen. Dass der Glaube nur dort ist, wo Menschen sich aus ganzem Herzen dafür entscheiden… Das scheint manchem – selbst in der Kirche – in Vergessenheit geraten zu sein.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 23. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, das heutige Evangelium erzählt uns, wie Jesus einen Taubstummen heilt. Jesus öffnet ihm Ohren und Mund. Dazu berührt er den Menschen und sagt: „Effata – öffne dich!“ Der Evangelist Markus hat uns das aramäische Wort überliefert, das Jesus in seiner Muttersprache gesprochen hat. So führt er uns in jenen Augenblick hinein. Es ist nicht nur eine Geschichte aus früherer Zeit, letztlich etwas Fernes oder Vergangenes. Auch hier und heute tut Jesus dasselbe auf neue Weise immer wieder. Wenn ein Kind oder ein Erwachsener getauft wird, berührt ihn der Priester oder Diakon in Jesu Namen und sagt dazu: „Effata – öffne dich!“

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 22. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, das heutige Evangelium wirft unter anderem die Frage nach der Verpflichtung bzw. des Verpflichtungsgrades von Regeln auf. Hier geht es offenkundig um religiöse Reinigungsvorschriften. Uns mag die Frage möglicherweise belanglos erscheinen. Wir kennen diese speziellen Regeln nicht mehr. Dennoch ist die tieferliegende Grundsatzfrage zu jeder Zeit bedeutsam. Wie finden wir Gewissheit darüber, was zu gelten hat, was zu tun oder zu lassen ist?

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 21. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, es ist wohl Anliegen nahezu jedes Menschen dazu zu gehören. Wer möchte schon Außenseiter sein, nicht mitspielen dürfen…? Unsere Zeit versucht diesen Wunsch nach Teilhabe zu beantworten, indem sie sagt: Jeder darf immer und überall bei allem dabei sein und mitmachen, sonst ist das „Diskriminierung“. Viele gesellschaftspolitische Weichenstellungen basieren auf diesem Ansatz. Jeder soll jeden heiraten dürfen, und gleichzeitig soll natürlich kein Paar in irgendeiner Weise anders behandelt werden, wenn es gar nicht verheiratet ist. Jedes Kind soll jede Schule besuchen dürfen, aber natürlich soll mein Kind nur mit den passenden Mitschülern in einer Klasse sein…

Predigt von Pfarrer Daigeler zu Mariae Himmelfahrt

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „hoffentlich nimmt das ein gutes Ende…“, so sagen wir manchmal, wenn wir mit Sorge auf eine Situation blicken. Sei es, dass jemand sich durch riskantes Verhalten in Gefahr bringt. Sei es, dass eine wirtschaftliche, politische oder persönliche Entscheidung getroffen wird, die wir nicht oder nur zum Teil unterstützen können. Man könnte eine Reihe von Beispielen aufzählen.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 18. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, das Evangelium nimmt uns mit nach Kafarnaum. Diese Stadt am Westufer des Sees Genezareth existiert heute nur mehr als Ausgrabungsstätte. Jesus lebte hier mehrere Monate oder Jahre. Und – wie es jüdischer Brauch ist – ging Jesus in die Synagoge, wo aus der Heiligen Schrift gelesen wird und auch über das Verständnis der Schrift debattiert wird.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 17. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „was ist das für so viele?“, fragen die Jünger Jesu enttäuscht. Eine große Zahl von Menschen, der Evangelist Johannes nennt die Zahl „5000 Männer“, war Jesus gefolgt. Sie waren gefesselt von seinen Predigten, von seiner Art, wie er von Gott sprach. Menschen werden gestärkt durch Jesu Worte am Ufer des Sees von Galiläa. Manche werden sogar geheilt. Alle werden aufgerichtet. Dabei übersieht der Herr nicht die leiblichen Bedürfnisse der Menschen. Er stillt durch sein Wort den Hunger der Seele, der tiefer geht, der existentiell ist. Doch Jesus sieht auch den Hunger des Leibes. Leib und Seele gehören ja zusammen. Wenn die Seele Not leidet, zeigt sich das meist auch am Leib. Wenn der Körper von Leiden gequält wird, bedrückt das auch die Seele.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 16. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, am vergangenen Sonntag konnten wir im Evangelium hören, dass Jesus die Jünger als seine Mitarbeiter aussandte. Heute hören wir davon, dass sie zu ihm zurückkehren und bei ihm ausruhen dürfen. Beides gehört zum Menschsein und zum Christsein: die Aktivität, das Arbeiten und Schaffen, aber auch die Ruhe, die Erholung und Erbauung.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 15. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, ganz wesentlich für die Botschaft Jesu ist die Sendung und Beauftragung seiner Jünger. Das Wort „Apostel“, das wir in diesem Zusammenhang häufig gebrauchen, heißt ja so viel wie „Gesandter“. Und das lohnt sich zunächst einmal festzuhalten: Jesus sucht konkrete Menschen, die er einlädt mit ihm zu sein, von ihm zu lernen. Im Hören und Schauen auf Jesus lernen sie von ihm. Und er nimmt sie als seine Mitarbeiter. Das ist eine wertvolle Botschaft an uns. Der Gottessohn vollbringt sein Werk nicht über die Köpfe hinweg, nicht durch Magie oder spektakuläre Zeichen, sondern durch Menschen, die er als seine Mitarbeiter sucht und beruft.

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