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Predigt von Pfarrer Daigeler zum Vierten Adventssonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „alles wirkliche Leben ist Begegnung. Wenn wir aufhören, uns zu begegnen, ist es, als hörten wir auf zu atmen.“ Diese Sätze stammen von dem jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965). Leben, mein Leben, unser Leben bekommt für Buber erst Qualität durch die Begegnung mit anderen Menschen und mit Gott. Diese Begegnungen sind durch nichts zu ersetzen.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Dritten Adventssonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „sorgt euch um nichts“, schreibt der heilige Paulus aus dem Gefängnis in Rom an die griechische Gemeinde Philippi. Sorgt euch um nichts? Das klingt nach einer Zumutung oder zumindest irgendwie weltfremd. Es gibt doch so vieles zu besorgen in der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Im Beruf und zuhause muss doch jeder Sorge tragen, damit alles läuft. In der Kirche sind viele eifrig darum besorgt, dass Strukturen, Pläne und Aufgaben abgearbeitet werden…

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Zweiten Adventssonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, mit seinem Besuch auf der Insel Zypern hat der Heilige Vater in dieser Woche auf die Not von Flüchtlingen weltweit aufmerksam gemacht. Unabhängig von einzelnen politischen Fragen kann sich wohl jeder vorstellen, wie bitter es ist, wenn man seine Heimat und sein Zuhause verlassen muss. Das Volk Israel hat eben diese Erfahrung machen müssen: „Zu Fuß zogen sie fort“, „weggetrieben von Feinden“, so beschreibt der Prophet Baruch die Verschleppung. Doch er kündigt auch das heilvolle Eingreifen Gottes an: „Gott aber bringt sie heim zu dir, ehrenvoll getragen wie in einer königlichen Sänfte“. So hörten wir es in der Ersten Lesung. Alle Hindernisse, Berge und Täler, die dem entgegenstehen, werden ausgeräumt.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Ersten Adventssonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „warum muss ich das erleben?“ So fragen sich Menschen in schweren Zeiten, wenn Krankheit oder Trennung eine Familie heimsucht, wenn Krisenzeiten uns Einschränkungen zumuten, wenn uns Umbrüche vertraute Formen des gesellschaftlichen oder des kirchlichen Lebens nehmen…

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Christkönigssonntag B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, die Ausdrucksformen des Glaubens ändern sich im Laufe der Jahrhunderte. Früher baute man Kirchen so prächtig wie möglich, mit zahlreichen Bildern und Altären. Alles sollte von der Schönheit des Himmels kündigen. Für Gott war das Beste aus der Kunst gerade gut genug. Im 20. Jahrhundert wurden schlichte Kirchen gebaut. Teilweise sollten sie bewusst an Fabrikgebäude oder ähnliches erinnern. Man versuchte so zu zeigen, dass Gott auch im Alltag seinen Platz findet.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 33. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „Krise“ scheint ein Wort unserer Zeit zu sein: Klima-Krise, Corona-Krise usw. Ohne den Ernst dieser Fragen zu bestreiten, scheint mir die mediale Vermarktung einen großen Beitrag zu leisten. Schlechte Nachrichten ziehen nun einmal höhere Aufmerksamkeit auf sich, darum auch höhere Leser-, Zuschauer- oder Klick-Zahlen… Hinzu kommt, dass jedem eben die Zeit, in die er oder sie gerade gestellt ist, stets als die schwierigste erscheint. Bewältigte Herausforderungen scheinen in der Rückschau nicht mehr so schwer; die Sorgen der anderen können doch nicht so drängend sein wie meine eigenen…

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 32. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, ein Pfarrer unseres Bistums hat in einem offenen Brief unlängst beklagt, dass die wachsende Beschäftigung der Kirche mit ihren Strukturen eine Art Übersprungshandlung sei. Man weicht der eigentlichen Frage aus, wie man heute noch von Gott sprechen kann.

Predigt von Pfarrer Daigeler zu Allerheiligen B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, wir stehen im Herbst. Blätter fallen, vieles in der Natur vergeht oder stirbt ab. Und mitten darin feiert die Kirche ein österliches Fest: Allerheiligen. Das Fest ist ein Bekenntnis zur Auferstehung und zum ewigen Leben. Das ist die Mitte unseres christlichen Glaubens: Jesus ist für uns gestorben und auferstanden. Wer ihm glaubt, der findet Leben selbst im Tod. Ohne diesen Glauben gibt es kein Christsein.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 31. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, nachdem es am vergangenen Sonntag im Evangelium um das rechte Sehen ging, geht es heute um das Hören. Von der menschlichen Entwicklung ist es eigentlich umgekehrt. Schon im Mutterleib nimmt das ungeborene Kind ununterbrochen verschiedene Geräusche wahr. Vor allem hört es dem Herzschlag seiner Mutter, aber auch die Stimme der Mutter. Nach der Geburt können die Babys die helle Stimme der Mutter eindeutig von anderen Frauenstimmen unterscheiden, weil sie die vertraute Klangmelodie der Sprache kennen. Darum fühlt sich das Kind sicher, wenn die Mutter mit ihm spricht. Ein Gottesgeschenk, wenn ein Kind von seiner Mutter angenommen wird und so gestärkt ins Leben hineinwachsen darf. Aber auch bei einem schwerkranken Menschen oder bei einem Sterbenden dringen die Töne vertrauter Menschen über die Ohren noch bis in die Seele. Darum ist es wertvoll bei einem Kranken oder Sterbenden zu sein, mit ihm sprechen und zu beten.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 30. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, Sehen ist für uns ein wichtiger Sinn. Mit den Augen erschließen wir uns einen Gutteil unserer Welt. Wer schlecht oder gar nicht sieht, erfährt oft in seinem Alltag Einschränkungen. Das ist wohl unbestritten, dennoch möchte ich fragen: Wie geht das eigentlich Sehen? Ist das nur ein körperlicher Vorgang, bei dem sich mit Hilfe des Lichtes Dinge auf unserer Netzhaut wiederspiegeln?

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 29. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, in manchen innerkirchlichen Diskussionen ist die Rede von „denen, da oben“, von der „Amtskirche“… Andere kritisieren das, was sie als „klerikale Macht“ wahrnehmen oder bezeichnen. Natürlich wird unter diesen nicht näher definierten Begriffen Verschiedenes verstanden oder missverstanden. In den meisten Fällen geht es im Kern darum, dass man sich nicht von anderen darüber Vorschriften machen lassen will, wie der Glaube auszulegen sei – auch nicht von einem Papst, einem Bischof oder einem Priester. Wir leben ja in einer Epoche, in der Normen oder Regeln nicht mehr „einfach“ deshalb gelten, weil sie von der zuständigen Instanz erlassen wurden. Sofern das jemals so war, heute ist es nicht mehr so. Das ließe sich an Gesetzen und staatlichen Vorschriften, und das lässt sich noch deutlicher an kirchlichen Geboten zeigen.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 28. Sonntag im Jahreskreis B

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, in verschiedenen Heiligenbiographien begegnet uns das heutige Evangelium als Zitat. Menschen lesen von dem jungen Mann, der auf der Suche nach dem guten Leben, nach dem ewigen Leben ist. Und sie finden sich in diesem Evangelium wieder. Junge Menschen suchen nach ihrem Weg. Dazu sind sie oft bereit große Herausforderungen und Opfer zu bringen. Sie wollen etwas bewegen, etwas verändern. Sind noch nicht so abgeklärt, „vernünftig“ oder gar träge, dass sie sagen: „Das hat doch eh keinen Wert…“

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