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Predigt von Pfarrer Daigeler zum 12. Sonntag im Jahreskreis C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, vom spätmittelalterlichen Mediziner Paracelsus stammt das Wort: „Allein die Dosis macht, dass kein Ding Gift ist.“ Die Dosierung ist aber nicht nur in der Pharmazie oder ähnlichen Wissenschaften von Bedeutung, sie ist es auch in unserem Umgang miteinander und ebenso in der Vermittlung von Kenntnissen und Inhalten. Maßstab ist hier nicht zuerst das Wissen oder der Impetus des Vermittlers, sondern mehr das Fassungsvermögen des Empfängers. Bemerkenswert ist, dass auch Jesus im eben gehörten Evangelium eine solche Unterscheidung vornimmt. In unterschiedlicher Deutlichkeit spricht er zum engsten Kreis der Jünger und „zu allen“.

Predigt von Pfarrer Daigeler zu Fronleichnam C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, bei Vielen ist das Bewusstsein für den Wert von Nahrung und anderen Gaben der Schöpfung gewachsen. Das wird unterschiedliche oder auch mehrere Gründe haben. Mancher hat in den Beschränkungen der Pandemie die Liebe zur Gartenarbeit neu entdeckt, andere sehen die Begrenztheit der Schöpfung und sorgen sich um ihre Bewahrung, wieder andere spüren deutlich die Teuerung der Güter und müssen schauen, wie sie zurecht kommen.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Dreifaltigkeitssonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, wir feiern das Fest der heiligsten Dreifaltigkeit. Ein zentraler theologischer Begriff, der den Kern unseres christlichen Glaubens zusammenfasst: Wir glauben an den dreieinen Gott. Nicht drei, sondern einer. Ein Gott, der die Liebe ist. Der Vater ist die Liebe, aus der alles hervorgeht, der Schöpfer. Der Sohn ist die Liebe, die sich uns zuwendet, uns aufrichtet und uns rettet, der Erlöser. Der Heilige Geist ist die Liebe, die alles lenkt und zum Guten leitet, der Tröster und Ratgeber.

Predigt von Pfarrer Daigeler zu Pfingsten

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, zu den populären Schlagworten unserer Gesellschaft gehört „diversity“. Das kann man mit „Vielfalt“ wiedergeben. Freilich ist der Begriff auch ein Programm, nicht selten sogar ein Kampfbegriff für bestimmte Vorstellungen von Mensch und Gesellschaft. Unbestreitbar ist, dass durch die gewachsene Mobilität des Einzelnen, sei es beruflich oder in der Freizeit, und ebenso durch die Zuwanderung in unser Land die Verschiedenheit von Lebensformen im Vergleich mit früheren Generationen gewachsen ist. Öffentlich wird das als positive Entwicklung angesehen. Wer das anfragt oder hinterfragt, gilt als reaktionär, rückständig oder gar als gefährlich.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 7. Ostersonntag C

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Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, das heutige Evangelium nimmt uns hinein in das innerste Beten Jesu. Andere Abschnitte der Evangelien, die vom Handeln und Leben Jesu erzählen, sind für uns oft besser zu greifen und zu verstehen. Der Evangelist Johannes nimmt uns in der ihm eigenen Sprache in eine Meditation. Diese Meditation ist am Abend vor dem Sterben Jesu angesiedelt, also kurz bevor Jesus seinen Weg bis zur Vollendung geht. Vor der Vollendung seines Werkes auf Erden bekräftigt Jesus im Gebet nochmal seine innige und untrennbare Einheit mit dem Vater. Auch in der Betriebsamkeit, auch wenn sich viele an ihn wenden, immer wieder zieht sich Jesus zurück zum Gebet. Er lebt aus der Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater, ohne diese Lebensgemeinschaft kann er nicht wirken und nicht sein. Und diese Einheit geht selbst bis in die Stunde des Todes, wo es für einen Augenblick so erscheint, als habe ihn der Vater verlassen.

Predigt von Pfarrer Daigeler zu Christi Himmelfahrt C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, der Glaube bewegt sich zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem. Zum einen können wir Gott nicht sehen, wie wir die Dinge dieser Welt sehen. Davon spricht ja auch das Fest Christi Himmelfahrt. Sowohl die Erste Lesung vom Anfang der Apostelgeschichte als auch das Ende des Lukasevangeliums erzählen davon, wie Jesus aus der sichtbaren Mitte seiner Freunde entschwindet. Gleichzeitig hat unser christlicher Glaube auch eine „handfeste“ Wirklichkeit. Jesus ist Mensch geworden und er hat unter uns gelebt. Er ist am Kreuz gestorben und ist wahrhaft auferstanden. Das ist nicht nur eine Idee. Es ist ein wirkliches Ereignis, darum berührt Thomas die Wunden Jesu. Darum essen die Jünger mit ihm…

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 6. Ostersonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „Frieden hinterlasse ich euch“, sagt Jesus in seinen Abschiedsreden zu den Jüngern. Frieden ist zweifellos eine große Sehnsucht aller Menschen. Das gilt nicht nur für die Jünger damals, die sich fürchten vor dem Aufbruch Jesu, vor seiner Himmelfahrt, davor, dass Jesus nicht mehr sichtbar an ihrer Seite ist. Auch heute sehnen sich viele Menschen nach Frieden. Unsere Gedanken gehen zu den Menschen in der Ukraine, aber auch zu den vielen anderen Orten, an denen Krieg herrscht. Unser Blick richtet sich in Familien und Gruppen, in denen es Streit gibt, oder auch in unsere Kirche, die von Parteiungen und Spaltungen bedroht ist.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 5. Ostersonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, mit bestimmten Begriffen verbinden wir nicht nur eine Einordnung sondern auch eine Bewertung. Das gibt es auch im kirchlichen Leben: Begriffe wie konservativ oder modern, offen, liberal oder traditionell etc. Viele dieser Begriffe wurden zuerst im politischen Leben verwendet. Und in der Weise wie sie dort angewandt werden, sind sie oft auch im kirchlichen Leben in Verwendung. Komplett neu ist das nicht, aber es hat Auswirkungen, wenn diese Einordnungen zu Parteiungen werden, wenn aus der gegenseitigen Ergänzung ein Gegeneinander wird. Und das scheint mit doch eine reale Gefahr zu sein.

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 4. Ostersonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „Identität“ ist ein großes Thema unserer Zeit. Vielleicht ist es nicht so neu, wie man meint, aber es ist doch neu in den Fokus gerückt. Wer bin ich, wer sind wir und wodurch wird das definiert…?

Predigt von Pfarrer Daigeler zum 3. Ostersonntag C

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „wie soll es jetzt weitergehen?“ So fragen sich Menschen, wenn etwas Einschneidendes passiert ist, etwas, das Vertrautes umgeworfen hat. Das kann ein Ereignis in der großen Welt sein wie der Krieg in der Ukraine, der viele Menschen auch bei uns beschäftigt. Das kann aber auch etwas in meinem eigenen Leben sein, der Verlust des Arbeitsplatzes, das Zerbrechen einer Partnerschaft, eine schwere Krankheit… Wie soll es jetzt weitergehen?

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Weißen Sonntag

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Liebe Kommunionkinder, liebe Schwestern und Brüder im Herrn, „das glaub ich nicht“. So sagt der Apostel Thomas. Etwas, das er sich nicht vorstellen kann, kann es auch nicht geben. Jesus ist am Kreuz gestorben. Viele Menschen haben das gesehen, auch seine Freunde. Traurig genug, aber nun diese Geschichten jetzt, dass er lebe… Das ist zu viel. Nicht nur Johannes, auch die anderen Evangelisten erzählen uns Ähnliches. Die Frauen, die zuerst das leere Grab Jesu sehen, denen ein Engel sagt, dass Jesus auferstanden ist, sie berichten davon den Jüngern. Und die glauben es nicht, sie halten das für „Geschwätz“…

Predigt von Pfarrer Daigeler zum Ostermontag

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Liebe Schwestern und Brüder im Herrn, in steter Regelmäßigkeit hören wir Nachrichten über Kirchenaustrittszahlen. Auch wenn das Bild drastisch sein mag, manchmal kommt es mir so vor, als wolle man die Burg „sturmreif“ schießen, damit sie endgültig oder endlich verschwindet. Auch innerhalb der „Burg“ sind viele verunsichert: Bischöfe äußern sogar Verständnis für die, die von Bord gehen; andere ziehen sich still zurück; wieder andere wissen nicht, ob es sich noch lohnt sich für diese Sache einzusetzen…

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