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Fronleichnam 2020

Unter dem Leitwort „Mit Christus Schweres tragen – durch Christus Hoffnung haben“ stand das Fronleichnamsfest in unserer Pfarreiengemeinschaft in diesem außergewöhnlichen Jahr. Das Jahr hat bislang verschiedene Herausforderungen und Zumutungen gebracht. Vieles ist ganz anders als bislang – im Familienleben, im Schulalltag, im Beruf und auch im kirchlichen Leben. So konnte die beliebte Fronleichnamsprozession nicht oder nur sehr eingeschränkt stattfinden.

In seiner Predigt stellte Pfarrer Daigeler aber heraus: „Was aber bleibt, ist, dass Christus bei uns ist. Das ist die große Zusage des Fronleichnamsfestes.“ Diese große Zusage unseres Glaubens an die Gegenwart Christi in der heiligen Eucharistie, dass der Herr bei uns bleibt, diese Hoffnung bezeugten die Gläubigen in Messfeiern und Andachten in Sulzdorf, Wettringen, Stadtlauringen, Birnfeld und Ballingshausen.

Feierliche Maiandachten in Stadtlauringen

Die diesjährigen Maiandachten in Stadtlauringen standen unter dem Motto „Mit Maria glauben.“ Den Auftakt der Maiandachten machte Pfarrer Klaus Weber (eigener Bericht). Die Suche des 12-jährigen Jesus stand im Mittelpunkt der zweiten Maiandacht, der Pfarrvikar Uwe Schüller aus der Pfarrei Heilig Geist, Schweinfurt, vorstand. Unter dem Motto „Mit Maria Gottes Nähe suchen“ ermutigte Pfarrvikar Schüller die Gläubigen durch das Lebenszeugnis Mariens mit Zuversicht und Vertrauen den eigenen Weg der Gottessuche und der Nachfolge Christi zu beschreiten. Familie Göpfert sorgte für die musikalische Umrahmung der Andacht.

Marienfigur aus der Altenmünsterer Pfarrkirche renoviert

Noch rechtzeitig im Marienmonat Mai konnte Pfarrer Daigeler die historische Marienfigur vom Restaurator abholen. Von Ruß und Staub befreit lädt die Statue nun wieder auf dem Seitenaltar in der Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt zum Gebet ein. Ein Wohltäter hat die Kosten der Renovierung übernommen zu Ehren der Gottesmutter.

Liborius-Wagner-Besinnungspfad in Altenmünster eingeweiht

„Antiquissimae fidei novus martyr“, so schrieben die Augustiner-Chorherren vom Kloster Heidenfeld auf den Grabstein, den sie für Liborius Wagner in ihrer Kirche anbrachten, wo sie ihn 1661, also dreißig Jahre nach seinem Märtyrertod, umbetteten. Zu Deutsch heißt dieser Satz: „Des uralten Glaubens neuer Zeuge“. Das ist auch das Anliegen des Liborius-Wagner-Besinnungspfades, der am Samstag, den 23. Mai, in Altenmünster eingeweiht wurde. Es geht um die Frage, was hat uns dieser Glaubenszeuge, der vor bald 400 Jahren lebte, heute noch zu sagen.

Bittandacht an den vier Kapellchen in Stadtlauringen

„Bewahre uns an Leib und Seel“, so heißt es in einem alten Lied, das zu den sogenannten Bitttagen gesungen wird. Die Bitttage liegen in der Woche um Christi Himmelfahrt. Sie sind ein alter Brauch, dass Gläubige in der Zeit der Aussaat um das Gedeihen von Feldfrüchten und um das tägliche Brot bitten. In jüngerer Zeit wurde dieses kirchliche Ritual erweitert um das Gebet für die Bewahrung der Schöpfung und für gerechte Arbeitsbedingungen.

Feierliche Maiandacht in Stadtlauringen mit Pfarrer Klaus Weber

Dass in diesem Jahr alles anders als gewohnt ist, braucht wohl keine weitere Erklärung. Nachdem in Bayern seit dem 4. Mai wieder Gottesdienste erlaubt sind, gehen viele Gemeinden erste Schritte zum gemeinsamen Gebet. Auch in der Pfarreiengemeinschaft Stadtlauringen wurden Kirchen vorbereitet mit Hinweisschildern, damit die Gläubigen leichter den vorgesehenen Abstand einhalten können. Einer der ersten größeren Gottesdienste war die feierliche Maiandacht am 10. Mai. Üblicherweise finden diese Marien-Gottesdienste in der beliebten Kerlachkapelle statt. Diese ist zwar seit Ostern sonntags für das persönliche Gebet geöffnet, doch für größere Andacht mit Abstandsregeln kommt sie nicht in Frage. So entschied man sich für die große Pfarrkirche in Stadtlauringen. Damit wenigstens "ein Stück Kerlachkapelle" auch dort erlebbar wird, hat Wolfgang Steinruck ein eindrucksvolles Foto der Muttergottes aus der Kapelle vergrößert und zur Verfügung gestellt.

In Stadtlauringen ist die Kerlachkapelle, genannt nach der Flurlage, ein fester Bestandteil im kirchlichen Leben. Trauungen oder besondere Gottesdienste anlässlich von Jubiläen oder runden Geburtstagen werden hier gerne ausgerichtet.

Jeweils am ersten Tag im Monat Mai, der in der katholischen Kirche Maria, der Mutter Jesu geweiht ist, gehen Gläubige aus der ganzen Pfarreiengemeinschaft Stadtlauringen abends den Rosenkranz betend den Weg zur Kapelle auf einer Anhöhe südlich des Dorfes hoch. Doch in diesem Jahr war das nicht möglich. 

Einladung, den Marienmonat Mai in der Familie zu begehen

Die vergangenen Wochen haben uns auch den Wert der Hauskirche in Erinnerung gerufen. Früher gab es den Brauch, daheim einen "Maialtar" zu schmücken, also ein Bild / eine Statue der Gottesmutter mit Blumen und einer Kerze zu zieren. Das wäre doch eine schöne Sache für den Mai 2020, dass wir uns so unserer himmlischen Mutter anvertrauen. Der Heilige Vater hat an alle Gläubigen zum Monat Mai 2020 geschrieben:

Liebe Brüder und Schwestern, im Monat Mai bringt das Volk Gottes ganz besonders seine Liebe und Verehrung für die Jungfrau Maria zum Ausdruck. In diesem Monat ist es Brauch, den Rosenkranz zu Hause in der Familie zu beten. Die Einschränkungen der Pandemie haben uns „gezwungen“, den häuslichen Aspekt zur Geltung zu bringen, auch unter geistlichem Gesichtspunkt.

Marienmonat Mai mit Rosenkranzgebet eröffnen

Der 1. Mai hat als Beginn des Marienmonats eine große Bedeutung für viele Gläubige. Es ist auch der Tag der Patrona Bavariae, also der „Schutzfrau unserer Heimat“. Üblicherweise gibt es abends eine Wallfahrt zur beliebten Kerlachkapelle in Stadtlauringen. Diese darf in dieser Form nicht stattfinden. Daher ein alternativer Vorschlag:

Wir wollen am Abend 50 Lichter für den Rosenkranz entzünden. Der Pfarrer wird den Rosenkranz von 20.30 Uhr bis 21 Uhr von der Pfarrkirche Stadtlauringen hinauf zur Kerlachkapelle beten – nur begleitet von einem Lautsprecherträger. Wir beginnen und enden mit Glockengeläut. So können Sie dann daheim mit uns den glorreichen Rosenkranz beten, dass die Muttergottes uns in dieser Krise beistehen und beschützen möge.

Etwas andere Markusprozession von Wettringen nach Aidhausen

Nach altem Brauch ist der Markustag, 25. April, auch ein Tag des Gebetes um das Gedeihen der Feldfrüchte und um gute Witterung. Angesichts der extremen Trockenheit ist das ein wichtiges Anliegen, darum wollten wir die Bittprozession von Wettringen nach Aidhausen aufgrund von Corona auch nicht ersatzlos ausfallen lassen. Stellvertretend für die Gemeinde machten sich drei Beter "beim frühen Morgenlicht" auf den Weg. Singend und betend nahmen sie die Anliegen der Menschen mit auf ihre Prozession.

Historisches Messgewand aus Wettringen restauriert

Unser Glaube ist schön, denn Gott ist schön, weil er die Liebe ist. Darum sollen auch unsere Gottesdienste schön sein. Seit alters her bringen das katholische Christen zum Ausdruck, indem sie Kunstwerke für das Gotteshaus und für den liturgischen Gebrauch stiften. Das zeigt etwas von unserer Wertschätzung für die Feier des Glaubens.

Die historische Kirche St. Kilian in Wettringen verfügt über mehrere alte Messgewänder. Der Gebrauch hinterlässt seine Spuren, dennoch soll dieses Erbe unserer Vorfahren bewahrt werden. Darum wurde ein rosafarbenes Gewand (Casel) restauriert. Es wird nur an zwei Sonntagen im Jahr getragen: am 4. Fastensonntag (Laetare) und am 3. Adventssonntag (Gaudete), die jeweils die Vorfreude auf das kommende Oster- bzw. Weihnachtsfest verkündigen.

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